Hotel Homs **** Rome

Sehenswürdigkeiten

Das gesamte Äußere des Gebäudes besteht aus Marmor: nach dem Eingang geht man einen Gang entlang bis man zu einem quadratischen Raum mit einer Nische gelangt. Letztere ist für eine Statue des Hadrian bestimmt. Danach kommt man in die Grabkammer, die mit 4 vertikalen Schächten beleuchtet wurde.
Alle Nachkommen des Hadrian bis zu Caracalla wurden in der ganz aus Marmor gekleideten Grabkammer bestattet.
Dank der strategischen Lage im Hinblick auf den Zugang zur aurelianischen Mauer verwandelte sich die Funktion dieses Gebäudes bald in jenes einer militärischen Festung und nachdem es ins Papsttum gelangte wurde der Name auf Castellum geändert.
Die Bestattungen nahmen ihr Ende und im 10. Jahrhundert wurde die Anlage in eine Zinnenburg umgebaut: Kastell Sant'Angelo.
Auf Wunsch des Theoderichs und der Päpste fungierte die Anlage danach bis zum Jahr 1901 als Gefängnis: auf der Spitze der Burg wurde eine Engelsstatue positioniert. Dies geschah nachdem S. Gregorio Magno einen Engel im Traum sah, der ihm das Ende der Pest in Rom verkündete. Ganz in der Nähe des Engels befindet sich die Glocke "Misericordia", die immer dann geläutet wurde wenn eine Todesstrafe vollzogen wurde. Das Kastell Sant'Angelo wurde durch fast drei Jahrhunderte als Gefängnis genutzt, in dem unter anderem Benvenuto Cellini, Giordano Bruno und il Cagliostro eingeschlossen wurden und das noch heute besichtigbar ist. 1277 wurde der Corridoio Vaticano angelegt, der das Kastell Sant'Angelo mit dem Palazzo Vaticano verband und als Not-Fluchtweg für den Papst diente.
Ab 1901 diente das Kastell als Museum; es wurden einige mittelalterliche Überbaustrukturen abgerissen als man die Bastionen wiederherstellte.
Man erzählt, dass die Einweihungsfeier im Jahr 80 hundert Tage dauerte und zahlreiche Gladiatoren bei den Schlachten ihr Leben ließen und ebenso viele Tiere dem Schlachten für ausgiebiges Essen zum Opfer fielen.
Die Römer zu jenen Zeiten waren begeistert von den blutigen Veranstaltungen und jedes religiöse Fest oder sonstige Feier wurde als Anlass für Kämpfe im Kolosseum genutzt.
Die Sporteln waren besondere Wettkämpfe, in denen sich hunderte von Gladiatoren zugleich dem Kampf stellten. Blutbäder waren dabei unvermeidbar. Die Spiele im Amphitheater bestanden aus: Tierkämpfen, Tötung von Verurteilten durch Bestien oder durch andere Hinrichtungsmethoden und Wettkämpfe zwischen Gladiatoren.
Und vielleicht ein Detail, das nicht alle kennen: es wurden auch Schiffsschlachten veranstaltet. Dazu wurde die Arena komplett mit Wasser gefüllt.
Das Gebäude mit elliptischer Form besteht aus 4 Stockwerken und misst 52 m Höhe: der erste Stock verfügte über Halbsäulen in dorischem Stil, der zweite über jonische, der dritte über korinthische Säulen und der vierte über Mauerwerk, das mit kleinen, quadratischen Fenstern versehen war. Auf dem letzten Stockwerk wurde auch das Velarium fixiert: ein großes Segel, das die Zuseher vor der glühenden Hitze schützen sollte.
Das Kolosseum bestand aus verschiedenen Sektoren, die jeweils für einen bestimmten Publikumskreis vorgesehen waren: mit dem Ansteigen der Zuschauerplätze nahm der gesellschaftliche Anerkennungsgrad ab. So saßen im unteren Sektor die Senatoren mit ihren Familien. Im Zentrum ließ Augustus den sogenannten Pulvinar errichten, die Bühne des Kaisers. Das herkömmliche Volk (plebs) musste in den obersten Reihen sitze.
In den Galerien konnte man von ambulanten Verkäufern Getränke, Decken und Kissen für die Nacht, manchmal auch warme Speisen erwerben.
Der Boden bestand aus Mauerwerk und abschnittsweise aus Holz. Darüber wurde Sand gestreut, der ständig gewechselt wurde, um das Blut aufzunehmen. Es gab zwei Eingänge: das Tor im Westen, durch das die Gladiatoren und Tiere kamen und das Tor im Osten aus dem die Toten gebracht wurden.
In den darunter liegenden Gängen gab es die Räume für Gladiatoren und Tiere, welche dann auf Hebewagen in die Arena gebracht wurden. Das Kolosseum war von jeher Symbol für die Ewigkeit Roms und hat zwei Erdbeben und den Jahrhunderten standgehalten. Demnach zählt es heute zu den aus der Antike am besten erhaltenen Monumenten. Das Amphitheater ist auch für die Christenverfolgung bis ins Jahr 313 n. Chr. Bekannt. In diesem Jahr schließlich verkündete Kaiser Konstantin für immer die Verbietung der Wettkämpfe.
Heute wird das Kolosseum immer dann beleuchtet, wenn irgendwo auf der Welt eine Todesstrafe vollzogen wird.

So existiert auch heute noch das Forum im Zentrum der Kuppel. Dort ließ man einst die Vögel zur Deutung des Schicksals anhand ihrer Flugrichtung fliegen.
Jedes Jahr am 21. Juni um 12 Uhr stellt sich dem Besucher des Pantheons, welcher dieses durch den Haupteingang betritt, ein richtiges Schauspiel dar: die Sonnenstrahlen wandern durch das große Deckenloch (oculus).
Das Pantheon ist ein kreisförmig angelegter Tempel, der 27 v. Chr. auf Wunsch des Agrippa, Schwiegersohn von Augustus, errichtet wurde. Wie noch heute über dem Säulengang erkennbar ist war Agrippa drei Mal Konsul.
Die ihm folgenden Herrscher veränderten den Bau und Barbaren beraubten diesen schließlich seiner Schätze. So hat etwa Bernini tatsächlich Teile entfernt, um damit den Baldachin des Petersdoms zu gestalten.
Das Pantheon wurde mehrmals aufgrund von Bränden restauriert und ca. im Jahr 128 n. Chr. ließ Hadrian das Gebäude wieder erbauen.
Oben die größte Kuppel, die bis in unser Jahrhundert jemals gesehen wurde: mit einem Durchmesser von 43,30 m ist diese auch einen Meter größer als die Kuppel im Petersdom. Das Pantheon ist eines der am öftesten imitierten Monumente auf der ganzen Welt und im Laufe der Jahrhunderte: das Geheimnis der Harmonie dieses Tempels besteht darin, dass der Durchmesser der Kuppel genau der Höhe des Tempels selbst entspricht.
Im Pantheon sind einige Könige Italiens bestattet, der schönste Grabstein ist aber bestimmt jener des Raphael.
Auch andere ehrenvolle Büsten standen einst im Pantheon, Pius VII hatte diese jedoch ins Kapitol bringen lassen.
Im Jahre 608 weihte Papst Bonifatius IV das Pantheon zum christlichen Tempel.

Die Basilika des Heiligen Petrus (Petersdom) befindet sich heute im Vatikanstaat. Der Bau der Basilika begann im Jahr 1506 nach Plänen der bedeutendsten Architekten der Renaissance wie etwa Bramante und Buonarroti und dauerte ca. 120 Jahre.
Das Anfangsprojekt mit der herrlichen Kuppel und der Piazza stammt von Michelangelo und scheint die Gläubigen aus aller Welt aufzunehmen; Della Porta vollendete die Kuppel und Carlo Maderno errichtete die Fassade.
Am 18. November 1626 wurde die Basilika des Heiligen Petrus eingeweiht; auf der rechten Seite befindet sich die Heilige Pforte (Porta Santa), die zum Jubiläum alle 25 Jahre geöffnet wird. Der Petersdom verfügt tatsächlich über richtig kolossale Dimensionen: die Länge beträgt 230 m und die Höhe des Kirchenschiffs 46 m.
Das Innere mit seinen 45 Altären, 11 Kapellen, Unmengen an Mosaiken und zahlreichen Meisterwerken wie etwa der Pietà von Michelangelo. Unterhalb von der Basilika sind die Grabmäler verschiedener Päpste zu besichtigen.
Auch die Fassade ist beachtlich und besticht durch die einzigartige Anordnung der Säulen und den großen zentralen Säulengang; neun gefensterte Balkone und der Zentralbalkon werden für die Segnungen des Papstes genutzt.
Die fünf Bronzetüren führen ins Innere. Den krönenden Abschluss dieses Kunstwunders macht schließlich die wunderschöne Kuppel des Michelangelo.
Unter der Kuppel befindet sich der Papstaltar, auf dem sich der berühmte Baldachin des Bernini (so hoch wie ein Haus mit fünf Stockwerken) erhebt. Unter einem der Kuppelsäulen befindet sich die Statue des heiligen Petrus mit seinen durch die vielen Küsse seiner Gläubiger "abgenützten" Füßen.
Der berühmte Säulengang der Piazza San Pietro besteht aus 4 Reihen mit 284 Säulen und 88 Eckpfeilern und ist ein Werk des genialen Bernini; die Balustrade über den Säulen ist mit 140 Heiligenstatuen verziert.
Und um diesen wunderbaren Rahmen abzuschließen: eine großzügig angelegte Freitreppe mit den Stauten des heiligen Petrus und Paulus seitlich, zwei großen Brunnen und einem Obelisken in der Mitte des Platzes.
Einige Kuriositäten der Basilika: die Messe kann nur vom Papst am Hauptaltar zelebriert werden und hinter dem Altar werden wichtige Riten abgehalten: die Seligsprechungen und Krönungsfeiern der neuen Päpste. In der Chorkapelle begleitet die Julianische Kapelle die Sonntagsmesse.

Im weit zurückliegenden Jahr 1502 errichtet ist der Platz heute Treffpunkt römischer, zeitgenössischer Künstler. Vor vielen Jahr wurde die Piazza vor allem von Romantikern besucht.
Die Piazza di Spagna besitzt einen unregelmäßigen Grundriss und seine Besonderheit besteht darin, 3 verschiedene Elemente wie einen Brunnen, eine Freitreppe und eine Kirche miteinander zu verbinden und so zu einem einzigen Monument werden zu lassen. Inspiriert von den ägyptischen Obelisken befindet sich in der Mitte der Piazza ein Obelisk aus Kaiserzeit.
Die Dreifaltigkeitskirche Trinità dei Monti beherrscht den Platz seit 1502, zunächst als Kloster und danach als von Sixtus IV. Im Jahr 1585 geweihte Kirche.
In der Kirche sind zahlreiche Malereien und private Kapellen untergebracht, die von patrizischen Familien erworben wurden.
Die Freitreppe wurde von Domenico Fontana errichtet, während die Fassade eine Idee des Giacomo Della Porta war. Das Innere ist mit einem einzigen Kirchenschiff ausgestattet und seitlich befinden sich die privaten Kapellen.
In der ersten auf der rechten Seite bewundern wir die "Geburt Christi" von G.B.Naldini; in der vierten, der Cappella Orsini, sind Szenen aus dem "Leidensweg" von Paris Nogari dargestellt; über dem Großaltar die "Kreuzung" des Cesare Nebbia; in der ersten Kapelle auf der linken Seite hingegen "Geschichten eines Leidensweges", ebenso von Nebbia.
Zu Fuße der Freitreppe schuf Bernini 1628 den Brunnen "Fontana della Barcaccia"; in jener Epoche entstanden viele Cafés und Tavernen und so wurde Francesco de Sanctis mit der Errichtung der berühmten Freitreppe der Trinità dei Monti beauftragt. Diese verbindet die Piazza mit dem Hügel Pincio.
Die Freitreppe, komplett aus Travertinstein erbaut, mit ihren verspielten Steigungen und Terrassen, mal geradlinig, mal polygonal, stellt den höchst entwickelten Städtebau des 16. Jahrhunderts dar.
De Sanctis, welcher durch die Dreifaltigkeit inspiriert wurde, hat ein Spiel aus Steigungen geschaffen, das aus drei Teilen besteht, die sich verbinden und wieder voneinander entfernen, indem sie die jeweils entgegengesetzte Richtung nehmen.
Die wunderschöne Freitreppe wird alljährlich für die bedeutende Modeschau "Donna sotto le stelle" verwendet. Zu diesem Anlass stellen die wichtigsten italienischen und internationalen Designer ihre Kollektionen vor.
In der Zeit von April bis Mai wird hier außerdem eine große Azaleen-Ausstellung veranstaltet, mit welcher die Schönheit dieser Treppe ganz besonders zum Ausdruck gebracht wird.
In Zeiten des Jugendstils hat die Piazza di Spagna dank ihrer Freitreppe einen besonders großen Ruf genossen.